… wird das Künstler(innen)haus am Wiener Karlsplatz in etwa so aussehen:
Dr. Hannes Androsch, Vizekanzler und Finanzminister a.D., Industrieller, Initiator des Volksbegehren BildungsinitiativeDie Einführung der allgemeinen Wehrpflicht war zu ihrer Zeit richtig, doch im friedlichen Europa von heute ist ein Zwangsdienst für jährlich etwa 46.000 junge Menschen nicht mehr begründbar.
Univ. Prof. Dr. Anton Pelinka, PolitikwissenschafterEin Berufsheer entspricht der europäischen Funktion Österreichs. Dass die SPÖ endlich auch zu dieser Erkenntnis gekommen ist, freut mich.
Bernd Marin, Executive Director European Centre Vienna, Professor für SozialwissenschaftenFür freiwilliges Berufs-Militär und Profi-Katastrophenschutz statt Grundwehr-Dilettantismus. Für sehr viel mehr an aufgewertetem, geschlechtsneutralem und freiwilligem Zivil-Engagement beherzter Amateure allen Alters statt doppelt diskriminierender Zwangsverpflichtung und der Abwertung wertvoller Zivildienstarbeit als einen minder geschätzten Wehrersatzdienst. […]
Andrea Maria Dusl, Filmemacherin und AutorinWenn es brennt, will ich dass die Profis kommen und nicht der Bäcker mit einem Küberl Wasser. Auch vor dem Zündler mit dem Privat-Feuerzeug fürchte ich mich, weil er lieber Häuser abfackelt, als Brände zu vermeiden – und weil er Freunde hat, die es gerne brennen sehen. Eine Bedingung habe ich. Ein Profiheer muss der Verfassung und den Menschenrechten dienen und in Organisation und Rekrutierung strenger und transparenter gesetzlicher Kontrolle unterworfen sein.
Franz Schnabl, Präsident des ArbeitersamariterbundesProfessionalisierung in den Bereichen Verteidigung, Katastrophenschutz und
Gesundheits- und Sozialdienst ist nicht nur möglich, sondern richtig und notwendig.
Roland Linz, FußballprofiAuch für den Sport wäre ein Berufsheer die bessere Lösung. Als 18-jähriger am Sprung zum Profi können dich sechs Monate Heer ordentlich aus der Bahn werfen. Ohne Wehrpflicht kann sich ein junger Spieler voll auf den Sport konzentrieren.
Wolfgang Ambros, Liedermacher und SängerWenn ein Großteil von Europa das Berufsheer eingeführt hat, warum soll es dann bei uns nicht funktionieren? Die Vernunft spricht in jedem Fall gegen die Wehrpflicht. Die Frage des Zivildienstes lässt sich durch Freiwilligkeit leicht lösen.
Nina Dittrich, Heeressportzentrum (HSZ) - Sportlerin, Schwimmerin, OlympiateilnehmerinFreiwilligkeit motiviert! Bundesheer braucht Soldaten die mit 100% dabei und gut ausgebildeten sind.
Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, Arzt und Leiter des Department für med. Aus- und Weiterbildung, Medizinische Universität WienWie in der Gesundheit und jedem anderen Bereich braucht es auch beim Bundesheer motivierte Profis. Deshalb bin ich für Freiwilligkeit statt Zwang.
Peter Mazzuchelli, Drehbuchautor Julia, Medicopter 117Österreichs Zukunft entscheidet sich nicht im Schützengraben sondern in seinen Betrieben, Ausbildungsstätten und Universitäten. Schluss mit dem sinnlosen Zeitraub an jungen Männern.
Vera Koch, SchülerinDie Aufgaben die vom Heer zu erfüllen sind, sollten in der Hand von Profis liegen, denn in den wenigen Monaten eines Präsenzdienstes ist meiner Meinung nach eine effiziente Ausbildung nicht möglich.
Matthias Euler-Rolle, MedienunternehmerKatastrophenhilfe gehört den Profis. Soziale Tätigkeiten für die Gesellschaft gehören Männern und Frauen. Und beides sollte im 21. Jahrhundert auf Freiwilligkeit basieren.
Stefan Bachleitner, PR-BeraterEs ist wirtschaftlich vollkommen ineffizient, junge Menschen sechs Monate für den Wehrdienst auszubilden und dann nach Hause zu schicken.
Univ.-Prof. Dr. Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin Medizinische Universität WienEin sozial abgesichertes freiwilliges soziales Jahr dient der persönlichen Entwicklung und dem Erwerb von Sozialkompetenz und kann der erste Schritt in einen Gesundheitsberuf sein. Als eines von mehreren Kriterien könnte es für die Zulassung zum Medizinstudium berücksichtigt werden.
Hannah Garbsch, StudentinDen Umgang mit Waffen sollten nur Menschen erlernen, die ohne Zwang die Entscheidung getroffen haben sich in einer langjährigen Ausbildung mit dieser Verantwortung auseinanderzusetzen.
Dominik Zotti, Büroleiter des Generaldirektors, Der globale Fonds zur Bekaempfung von AIDS, Tuberkulosis und MalariaDurch meine Erfahrung in der internationalen Entwicklungshilfe und Zusammenarbeit, bin ich überzeugt dass Menschen die selbstmotiviert handeln, nicht nur zufriedener sind sondern auch bessere Resultate erzielen.
Mag. Anna Steiger, Vizerektorin der Technischen Universität WienEin freiwilliges soziales Jahr ist eine wichtige Bereicherung für junge Menschen – kann man das auch von einer Zwangsverpflichtung zum Bundesheer behaupten?
Brigadier Gerald Karner, MilitärexperteNeue Bedrohungen erfordern neue Antworten. Das Massenheer der Wehrpflicht hat ausgedient und muss durch ein modernes, flexibel einsetzbares Berufsheer mit motivierten Freiwilligen ersetzt werden.