Argumente

Argumente für ein Berufsheer

7 Argumente für ein Berufsheer

  1. Es geht gar nicht anders. Bereits 2015 wird Österreich zu wenig Zivildiener wie auch Präsenzdiener haben. Angesichts einer sinkenden Zahl an Wehrpflichtigen lassen sich die bestehenden Strukturen mit dem jetzigen System nicht aufrecht erhalten.
  2. Unser Bundesheer braucht mehr Profis. Ob bei friedenssichernden Auslandseinsätzen oder bei der Katastrophenhilfe: Die heutigen Aufgaben unseres Bundesheers verlangen nach gut ausgebildeten SpezialistInnen.
  3. Systemerhaltung frustriert. 60 % der Grundwehrdiener leisten ausschließlich Systemerhalterdienste – was für die Betroffenen höchst frustrierend ist und die Wehrpflicht zu einem Musterbeispiel an Ineffizienz macht. Kaum wären die jungen Rekruten halbwegs einsatzfähig, werden sie nach Hause geschickt …
  4. Willkommen im 21. Jahrhundert. 21 von 27 EU-Staaten haben mittlerweile ein Berufsheer eingeführt. Der Kalte Krieg und die Zeit der Massenarmeen sind vorbei. Unser Bundesheer braucht spezialisierte Expertinnen und Experten, kein Kanonenfutter für Kanonen, die längst abgebaut sind.
  5. Das Berufsheer öffnet Türen. Die Wehrpflicht nimmt jungen Männern mindestens ein halbes Jahr ihrer Zukunftschancen. Das Berufsheer dagegen bildet Spezialistinnen und Spezialisten aus, die von Anfang an ein Berufsbild anstreben und nicht gezwungen sind, Zeit totzuschlagen.
  6. Lebenseinkommen. Die Wehrpflicht kostet den Betroffenen fünf Prozent ihres Lebenseinkommens. Das bedeutet auch weniger Kaufkraft im Land – und geringere Steuereinnahmen für die öffentliche Hand.
  7. Wirtschaftsleistung. Volkswirtschaftliche Berechnungen zeigen, dass die Wirtschaftsleistung Österreichs ohne Wehrpflicht um 480 Mio. Euro pro Jahr größer wäre.

 

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Argumente für ein freiwilliges Sozialjahr

7 Argumente für ein freiwilliges Sozialjahr

  1. Es geht gar nicht anders. Bereits 2015 wird Österreich zu wenig Zivildiener wie auch Präsenzdiener haben. Angesichts einer sinkenden Zahl an Wehrpflichtigen lassen sich die bestehenden Strukturen mit dem jetzigen System nicht aufrecht erhalten.
  2. Bevölkerungsentwicklung. Der Trend ist eindeutig: Aufgrund des medizinischen Fortschritts und geburtenschwacher Jahrgänge gibt es immer mehr ältere Menschen, die auf professionelle Betreuung angewiesen sind. Jede und jeder Freiwillige, der/die über ein freiwilliges Sozialjahr den Einstieg in diesen Bereich schafft, ist ein Gewinn für den Generationenvertrag in Österreich.
  3. Freiwillige Arbeit leistet mehr. Zwangsverpflichtungen sollten im 21. Jahrhundert Geschichte sein. Arbeit, die man freiwillig macht, macht man schließlich auch besser.
  4. Sozialberufe aufwerten. Der Zivildienst war immer das Stiefkind der Wehrpflicht. Doch wenn jeder beliebige 18-jährige ohne Ausbildung soziale Arbeit leisten kann – wofür dann professionelle Kräfte ordentlich bezahlen? Mit dieser Logik, die vor allem Frauen in Sozialberufen und deren Gehälter trifft, muss Schluss sein. Das freiwillige Sozialjahr bewirkt auch eine Aufwertung der Sozialberufe.
  5. Kaufkraft stärken. Junge Menschen konsumieren mehr und sparen weniger. Geld, dass ihnen zur Verfügung steht, kommt rascher in Umlauf und belebt die Wirtschaft – was wiederum Arbeitsplätze schafft. Junge zahlen aber auch ein Jahr länger Steuern und Sozialversicherungsabgaben, wenn sie ordentlich entlohnt werden. Das zahlt sich aus.
  6. Kostenneutral. 147 Mio. Euro statt wie bisher 142 Mio. Euro kostet das freiwillige Sozialjahr laut dem Modell von Sozialminister Hundstorfer. Dafür haben wir am Ende motivierte Menschen, die nicht bloß ihren Zivildienst hinter sich gebracht haben, sondern mit den Grundlagen einer sozialarbeiterischen oder gesundheitsberuflichen Ausbildung ausgestattet sind.
  7. Nicht nur für junge Männer. Das freiwillige Sozialjahr steht allen offen. Gerade für Menschen, die in eine andere Berufssparte wechseln oder aus einer beruflichen Pause herauskommen wollen, ist das Sozialjahr eine gute Gelegenheit, Qualifikationen in einer sinnvollen und gefragten Branche zu erwerben.
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Argumente gegen die Wehrpflicht

Systemerhalter

Unser Bundesheer besteht zu zwei Dritteln aus Systemerhaltern. Wir zahlen 15.000 Menschen dafür, dass sie sinnlose Zeit absitzen. Dabei könnten wir unser Geld besser investieren: In echte KatastrophenschützerInnen und in die Ausbildung junger Menschen in Zukunftsbranchen.

Unser Bundesheer hat mehr Kellner als Infanteristen und mehr Köche als Pioniere. Die Köche bekochen aber nicht etwa nur Soldaten, sondern auch andere Rekruten, die in Schreibstuben sitzen und zur Verwaltung der Systemerhalter beschäftigt ist. Kapazitäten in der Größe einer österreichischen Kleinstadt sind beim Bundesheer aufgrund der Wehrpflicht nur Selbstzweck. Ist ihre militärische Grundausbildung abgeschlossen, ziehen sie auch schon wieder ab.

Keine Unternehmerin und kein Unternehmer der Welt würde jemanden für die Dauer der Ausbildung anstellen und dann sofort kündigen. Diese 6 Monate sind nicht nur teuer – schließlich muss Unterkunft, ein kleines Gehalt und Verpflegung bezahlt werden – sondern auch verschwendete Lebenszeit junger Menschen. Dabei sind KatastrophenhelferIn, PeacekeeperIn oder eben SozialarbeiterIn, BehindertenbetreuerIn und NotfallsanitäterIn spannende Berufe.

Im Rahmen eines professionellen Berufsheers oder eines freiwilligen Sozialjahrs könnten junge ÖsterreicherInnen eine qualifizierte Berufsausbildung machen, anstatt nur unrentable SystemerhalterInnen zu sein.

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